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Im City Market überraschte uns eine völlig neuartige Erfindung: die vollkommen automatisierte
Kassenanlage. Dieser monströse Prototyp wurde hier ausgiebig am Kunden getestet. Insgesamt sechs dieser mannsgroßen
Kassierapparate waren am Ausgang aufgestellt. Weil keine herkömmliche Kasse mehr vorhanden war hatte man eine mindestens
70-jährige Mitarbeiterin abgestellt, die den Betrieb überwachen und Hilfestellungen geben sollte. Die Maschine
funktionierte wie folgt: man musste zunächst alles in Plastiktüten umfüllen und stellte diese dann einzeln auf der
linken Seite des Apparats auf eine Waage. Dann nahm man Artikel für Artikel heraus, führte ihn an einem Scanner vorbei
und musste am großen Bildschirm den vom Gerät erkannten Artikel bestätigen, der zu guter Letzt in eine Tüte auf der
rechten Seite verbracht werden musste. Da alles gewogen wurde war schummeln schwierig - wenn man so clever war, alle
Sachen in die Tüte zu packen. Problematisch wurde es allerdings bei den vielen Rabatten die es gab. Sonderangebote waren
nicht alle einprogrammiert, so dass der angezeigte Preis durchaus deutlich vom ausgepriesenen abwich, was die alte Dame
auf den Plan rief. Die musste dann herumtelefonieren und die Abfertigung übernehmen, und das wie gesagt bei 6 Automaten
gleichzeitig. Auch die ewige Umpackerei von Einkaufswagen in Tüte 1, dann wieder raus und in Tüte 2 und am Ende wieder
alles in den Einkaufswagen war nicht wirklich kundenorientiert und sehr befremdlich für amerikanische Verhältnisse. In
der stillen Hoffnung, das Experiment würde kläglich scheitern, aber um eine interessante Erfahrung reicher, verließen
wir das Geschäft.
Wilder Westen inklusive: da schlägt das Touristenherz höher (333kb).
hat entlang seiner Hauptstraße eine Menge kleiner Geschäfte und Boutiquen zu bieten. Hier kann man
alles einkaufen, was das Besucherherz begehrt. Von Indianerschmuck und Lederwaren über Andenksel und Bekleidungsartikel
bis hin zu Kuriositäten jeder Art war alles im Angebot. Ein Bummel durch die Straße lohnt in jedem Fall, auch wenn man
nichts kauft. Ich konnte auf der Suche nach dem idealen Mitbringsel aus Amerika an einem kleinen Visitenkartenständer
aus dem angeblich originalen Sandstein des Arches Nationalparks und zwei DVD's über Utah und die Canyons nicht
vorbeigehen. Auch für Internetjunkies hatte Moab genügend Angebote. Mehrere Shops boten zu unterschiedlichen Preisen
einen freien Internetzugang an. Hier konnte ich widerstehen. Während meine Freunde eifrig Mails verschickten schaute ich
mir die skurrilsten Läden an, bewunderte lebendige Leguane, Ritterrüstungen und allerlei herrlich kitschiger
Indianersouvenirs. Ob sowas wirklich in der angebotenen Masse verkauft wird?
(Letzte Änderung: 13.12.2003)
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