Pa'rus Trail Parus Trail Zion Nationalpark

Pa'rus Trail, Zion, Utah
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Trailhead des Pa'rus Trails am Visitor Center (490kb).

Pa'rus Trail, Zion, Utah

Die ersten Meter lassen die Schönheit erahnen (411kb).

Pa'rus Trail, South Campground, Zion, Utah

South Campground (539kb).

Während man die meisten Canyons im Südwesten der USA vom Canyonrand aus betrachtet erkundet man den Zion Canyon üblicherweise vom Talgrund aus. Das sorgt zunächst dafür, dass der erste Eindruck des nicht ganz so spektakulär ausfällt wie bei seinen beliebten Konkurrenten oder Eine nähere Betrachtung lohnt jedoch in jedem Fall und sorgt für vielleicht unerwartete Begeisterung. Der einfachste und besonders ergiebige Wanderweg im Zion für Naturliebhaber, die nicht immer nur rote Steine sehen wollen sondern auch den angenehmen grünen Kontrast mögen, stellt der Pa'rus Trail dar.
South Campground, Pa'rus Trail, Zion, Utah

Die Campsites sind beliebt (554kb).

Pa'rus Trail, Zion, Utah

Rechts verläuft der Virgin River (480kb).

Pa'rus Trail, Watchman, Zion, Utah

Blick zurück auf den Watchman (506kb).

Hierbei handelt es sich um einen ebenerdigen Wanderweg entlang des Virgin River, der das Visitor Center mit dem South Campground und dem Zion Canyon verbindet. Dabei folgt er weitgehend dem Bachlauf und kreuzt diesen drei Mal sowie zwei Zuläufe. Der Name "Pa'rus" stammt von einem Paiute Wort, das "sprudelndes und fallendes Wasser" bedeutet. Tatsächlich hört man den Fluss häufig während der Wanderung in dieser unberührten und ruhigen Umgebung. Unter anderem sorgen einige kleine Wasserkaskaden für das Hintergrundrauschen. Die dichte Ufervegetation bietet gute Möglichkeiten zur Vogelbeobachtung. Auch gibt es zahlreiche Möglichkeiten, das Wasser zu erreichen. Von einigen der Brücken hat man einen hervorragenden Blick entlang des Flusses mit dem Watchman im Hintergrund - eines der klassischen Postkartenmotive im Zion.

Der mit Betonplatten ausgelegte Weg ist ideal für einen Morgenspaziergang. In jedem Fall sollte man ihn nicht zu spät am Abend gehen damit die Sonne noch die üppige Natur und die roten Felswände erstrahlen lässt, was das Erlebnis deutlich steigert. Der Trail ist überall wenigstens drei Meter breit und damit ideal zum Wandern, Radfahren, für Kinderwagen und Rollstuhlfahrer, und sogar angeleinte Hunde sind hier erlaubt (als einziger Weg im Park). Auf der Gesamtstrecke von 2,8 Kilometern (einfache Strecke) ist lediglich ein Anstieg von 34 Metern zu bewältigen. Damit ist er mit Abstand der müheloseste Weg im Zion Canyon.

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Der Trailhead des 1996 eröffneten Pa'rus Trail befindet sich am Zion Canyon Visitor Center etwa 30 Meter nördlich des Shuttle Haltestelle hinter der Brücke und damit jenseits des Virgin River (vom Visitor Center aus gesehen) auf 1.194 Metern Höhe. Auf den ersten 800 Metern verläuft der Weg zwischen South Campground zur Linken und dem Flusslauf zur Rechten. Es gibt viele Möglichkeiten, im Fluss zu waten. Hierbei muss man sich aber auf die ausgewiesenen Zugangsstellen beschränken da ansonsten die sensible Bodenkruste beschädigt werden könnte. Der Virgin River hat nämlich hier ein einzigartiges Ökosystem geschaffen. Indem er sich durch das trockene Gestein gearbeitet hat schuf er eine Heimat für Truthähne (turkeys), Rotwild (deers) und eine einzigartige Vegetation, die es nirgendwo sonst in der Region gibt. Im Frühjahr findet man Kanadische Akelei (Colorado columbine) und Frauenhaar (maidenhair) entlang des Weges, im Winter Tollkirschen (deadly nightshades), die wie verschrumpelte Tomaten aussehen.

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Nachdem man den Campground und ein kleines Amphitheater zur Linken passiert hat, welches zum benachbarten Zion Nature Center gehört, kreuzt der Trail einen Zugangsweg zur Watchman residential area. Hinter diesem gelangt man direkt zur ersten Brücke. Sie quert allerdings nicht den Virgin River sondern den Oak Creek, einen kleinen Zufluss aus einem Seitencanyon. Keine hundert Meter hinter der Brücke führt ein unasphaltierter Weg nach links zum Zion Human History Museum. Dort wird die Kultur der Ureinwohner, die Geschichte der ersten Siedler und die Entstehung des Zion als Nationalpark präsentiert und erklärt.

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Nach 1,2 Kilometern erreicht man die zweite Brücke, auf der man den Virgin River erstmals überquert. Hierbei kann man den Verlauf des kleinen Baches verfolgen und sollte sich vergegenwärtigen, dass es dieser harmlos wirkende Fluss mit all seinen Zuflüssen war, der vor rund 150 Millionen Jahren begann, den heutigen Zion Canyon herauszuarbeiten. Wie leicht man bei der Einschätzung daneben liegt kann man auch daran erkennen, dass Geologen davon ausgehen, dass der Virgin River heute rund 5.000 Tonnen Gestein transportiert - und zwar täglich. Die Wassermenge des Flusses schwankt im Jahresverlauf stark in Abhängigkeit von Niederschlag, Schneeschmelze und Lufttemperatur. Weil die Backcountry des Zion bei Besuchern zum Wandern und Canyoning so beliebt ist überwacht der Park die Durchflussmenge kontinuierlich, um die Sicherheit in The Narrows und anderen Seitencanyons zu gewährleisten.

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Pa'rus Trail, Zion, Utah

Ende des Weges bei Canyon Junction (317kb).

Der Pa'rus Trail führt nun auf der rechten Uferseite weiter. Zwei weitere Brücken in geringerem Abstand folgen noch, so dass sich der Endpunkt des Weges auch auf der rechten Seite des Virgin River befindet. Hinter der letzten Brücke über diesen Fluss fällt der Weg ab, um den Highway UT 9 zu unterqueren. An dieser Stelle ist der Weg auch mit einem Metallzaun vom steilen Ufer abgesichert. Ein kurzer Anstieg, die unspektakuläre Überquerung des Pine Creek-Zuflusss, und das Ende des Trails am Canyon Junction shuttle stop ist erreicht. Von hier aus kann man entweder bequem mit dem Shuttle zurück zum Visitor Center oder weiter hinein in den Zion Canyon fahren oder den Weg aus der anderen Perspektive zurückgehen, was die einzige Option für Hundebesitzer ist da diese im Shuttle nicht erlaubt sind. Diese letzten hundert Meter sind die einzige Stelle des gesamten Wanderweges, an der ein Rollstuhlfahrer aufgrund der Steigung eventuell auf fremde Hilfe angewiesen ist. Der Shuttlebus verfügt übrigens über automatische Rampen, so dass ein Transport für Rollstuhlfahrer jederzeit mühelos möglich ist.

Für eine einfache Wanderung sollte man rund eine Stunde einplanen und die Aussicht und Natur ausgiebig genießen. Trinkwasser, Toiletten und Picknicktische befinden sich am Zion Canyon Visitor Center und im South Campground.

(c) Stefan Kremer - Alle Rechte vorbehalten