Furnace Creek Ranch Borax Museum Death Valley

Furnace Creek Ranch, Death Valley, Kalifornien

Am Eingang der Furnace Creek Ranch (393kb).

Furnace Creek Ranch, Death Valley, Kalifornien

Eine alte Dampflokomotive aus der Pionierzeit (322kb).

Ob man das Death Valley nun besucht oder nicht sei jedem selbst überlassen. Immerhin 1,2 Millionen Besucher (2000) finden jährlich den Weg ins Tal. Wir hatten auf unserer Rundreise durch den Westen der USA eine Übernachtung mitten im Death Valley eingeplant. Einige hatten uns von diesem Unternehmen abgeraten, andere betrachteten diesen Zwischenstopp als ein Muss. Da wir auf unserem Weg nach Las Vegas zwangsläufig durch das Tal mussten buchte ich also eine Übernachtung im einzigen bezahlbaren Motel im Tal, der Furnace Creek Ranch. Diese liegt wirklich mitten drin direkt am Highway 190. Dabei ist die Ranch mehr als ein simples Motel. In einer künstlich angelegten Oase mit Palmen und üppiger Vegetation gelegen bietet die Anlage neben dem einzigen unter dem Meeresspiegel gelegenen Golfplatz der Welt, einem großen Store und einem Freibad auch ein Museum und einen Saloon.

Furnace Creek Ranch, Death Valley, Kalifornien

10 dieser Häuser bilden den Appartmentbereich (368kb).

Furnace Creek Ranch, Death Valley, Kalifornien

Nicht luxuriös, aber schlicht - unser Zimmer (367kb).

Wir erreichten die Furnace Creek Ranch am Nachmittag. Bei immer noch brütenden 40 Grad Celsius schleppten wir unsere Koffer in unser Zimmer und freuten uns schon auf die vorhandene Dusche. Doch daraus wurde nichts. Das Wasser hatte in etwa Lufttemperatur, was nicht sehr hilfreich war. Und die riesige Klimaanlage im Zimmer war zwar nett, aber leider auch unangenehm laut, so dass wir sie lieber nicht benutzten. Insgesamt war unser Zimmer eher spärlich und preiswert eingerichtet; die Moskitos abwehrende Schutztüre, die außen vor der Verandatüre angebracht war, fiel schon bei der ersten Berühren aus dem Rahmen, und ein paar richtige Kawenzmänner von Spinnen sorgten für die nötige Abenteuerstimmung. Trotz allem, die enorme Hitze ermattete so sehr, dass wir doch problemlos schlafen konnten - das erste mal unterhalb des Meeresspiegels, denn so tief liegt die Ranch. Doch vorher stand die Inspektion der Ranch an.

Furnace Creek Ranch, Death Valley, Kalifornien

Da freut sich der Hobbygärtner: Mutierte Riesenspargel stehen Spalier (367kb).

Der Rundgang brachte Erstaunliches zu Tage. Jeder Baum und jedes Pflänzchen, dem wir uns näherten, begrüßte uns mit einem freundlichen Geplätscher. Offenbar hat jedes Gewächs in dieser "Oase" seine eigene kleine Wasserzufuhr nebst Pumpe - was für eine Verschwendung. Alleine der Golfplatz verbraucht 4 Millionen Liter Wasser - pro Tag! Und Pflanzen gibt es auf dem Gelände der Ranch wahrlich viele. Gleich neben dem Museum ist ein kleiner Palmenhain angelegt worden, leider nach Schachbrettmuster und daher wenig oasenhaft. Das besagte Museum zeigt Relikte aus der Pionierzeit als hier die seinerzeit wertvolle weiße Substanz Borax abgebaut wurde. Borax wird zur Keramik- und Glasherstellung verwendet, war seinerzeit aber hauptsächlich zur Waschmittelherstellung sehr gefragt. Zu sehen gibt es im Freien eine alte Lokomotive, Planwagen und andere gut erhaltene Gegenstände aus vergangenen Zeiten. Allerdings ist das Museum großteils unter freiem Himmel und nur tagsüber geöffnet wenn man vor Hitze keinen unnötigen Schritt macht. Dementsprechend konnten wir nur von außen über den Holzzaun schauen.

Furnace Creek Ranch, Death Valley, Kalifornien

Das Borax-Museum in der Furnace Creek Ranch (400kb).

Im Store der Ranch besorgten wir uns schließlich etwas Essbares für den Abend. Zwar gibt es einen Saloon mit Steakhouse, aber auf ein Steak hatten wir spontan keinen Appetit mehr als wir die Preisliste sahen. Ein Sandwich musste reichen, das wir stilecht auf einer Bank der Saloonveranda genossen - bei immer noch 36 Grad in der Dunkelheit.

Wer durch das Death Valley fährt und wegen der abgelegenen Lage dort übernachten muss hat nicht viele Alternativen zur Furnace Creek Ranch. Erwarten sollte man nicht zuviel von der Unterkunft, ein einmaliges Erlebnis ist es aber allemal.

(Letzte Änderung: --.--.2003 / 01.02.2006)



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