Westküste USA Highway One Big Sur

Highway One, Kalifornien

Eine der wenigen öffentlich zugänglichen Stellen an der See (306kb).

Highway One, Kalifornien

Hier blieb die Ampel wohl mal länger rot..

Highway One, Kalifornien

Blick vom Highway nach Süden (284kb).

Highway One, Kalifornien

Die Blüte einer Agave (366kb).

Highway One, Kalifornien

Dieser Seevogel ignorierte uns einfach... (339kb)

Highway One, Kalifornien

... während dieses Eichhörnchen ordentlich bettelte.

Highway One, Kalifornien

Eine Haltebucht mit Fauna (308kb).

Der Highway One windet sich hinter San Simeon weiter nach Norden. An fast jeder Straßenkurve gibt es einen Aussichtspunkt - eine Haltebucht am Straßenrand; und Kurven gibt es wirklich viele auf dieser Strecke. Der gesamte Highway ist der hügeligen Landschaft vorgebaut und passt sich so der natürlichen Küstenform an. Dies bedingt leider auch, dass diese Straße quasi permanent repariert werden muss, denn das Meer nagt beständig an der teils sandigen Küste. An einer Stelle mussten wir dann auch ein paar Minuten warten, denn eine Fahrbahnhälfte war ins Meer gerutscht und musste neu gebaut werden. Ich nutzte die Zeit, um das Halteschild an der Ampel zu fotografieren, an dem sich schon vor uns rund ein Dutzend ungeduldig Wartende mit Aufklebern verewigt hatten.

Natürlich nutzten wir die ersten Haltebuchten um die tolle Küstenlandschaft zu bewundern und ein paar Fotos zu machen. Mit der Zeit wurde das Stop and Go aber doch zu viel und wir beschränkten uns auf die größeren und besser ausgebauten Haltestellen. An einigen Stellen hatten sogar Campmobilisten übernachtet. Allen Haltepunkten gemeinsam war die auffällige Präsenz von Eichhörnchen und Seemöwen, die jegliche Scheu vor den Menschen abgelegt hatten und sogar aus der Hand fraßen. Die Vögel blieben unbeeindruckt auf den Felsen sitzen, auch wenn man direkt neben ihnen stand. Die Aussicht ist an jeder Stelle dieses Küstenhighways beeindruckend. Die ständig aufbrausende See bricht sich in immerwährenden Anläufen an der felsigen Küste und schäumt das Wasser weiß auf. Lediglich einige Algenteppiche lassen erahnen, dass auch dieses Idyll nicht mehr völlig unberührt ist. Auch wenn man gerne hinab zum Strand klettern möchte sollte man dies besser lassen. Erstens ist der Weg dorthin oftmals halsbrecherisch, und zweitens ist fast die gesamte Küste in privatem Besitz. Die öffentlich zugänglichen Stellen sollten für einen Strandbesuch reichen.

Highway One, Kalifornien

Unser großes Zimmer im Piedras Blancas Motel (303kb).

Highway One, Kalifornien

Bei Sonnenschein wäre es noch schöner (358kb).

Highway One, Kalifornien

Finstere Atmosphäre an der Küste (194kb).

Highway One, Kalifornien

Hier sieht man den Straßenverlauf sehr schön (302kb).

Es war nun Nachmittag geworden und wir suchten nach einer Unterkunft. Davon gibt es nicht allzu viele direkt am Highway, und so waren wir angenehm überrascht, als plötzlich das neu erbaute und sehr schmucke Ragged Point Inn an einer kleinen Felsenhalbinsel vor uns erschien. Sofort waren wir begeistert von der exponierten Lage. Leider stellte sich jedoch heraus, dass alle Zimmer belegt waren, und so beschlossen wir ein Stück zurück zu fahren, denn ein paar Kilometer zuvor waren wir an einem anderen Motel vorbeigefahren, das allerdings nicht ganz so neu und einladend aussah wie das Ragged Point Inn. Sei's drum, die salzige Meeresluft hinterlässt halt ihre Spuren, und in der Nähe der abbröckelnden Küste baut man auch keine besonders wertvollen Gebäude - für eine Nacht sollte es reichen. Das Piedras Blancas Motel liegt direkt am Highway One auf der Küstenseite. Eine Tankstelle und ein kleiner Souvenirladen waren die einzigen Attraktionen, das Meer lag etwa fünfzig Meter vom Motel entfernt. Da nicht viele Gäste dieses Motel auswählten hatten wir die freie Zimmerwahl und entschieden uns nach kurzer Besichtigung für das gleichteure aber sehr viel größere Eckzimmer. Dieses wich durch seine besondere Lage von der ansonsten üblichen Raumaufteilung leicht ab, war aber ansonsten sehr schön. Der blaue Teppichboden entschädigte für den grauen Himmel. Die Ortsbezeichnung Piedras Blancas geht vermutlich auf das Jahr 1542 zurück, als der spanische Eroberer Rodriguez Cabrillo die Stelle an der Piedras Blancas Light Station wegen der durch Vogelkot weißgefärbten Felsen erstmals so benannte. Die Light Station haben wir nicht gesehen, denn der Nebel versperrte uns die Sicht, und ehrlich gesagt wussten wir auch gar nichts von ihrer Existenz.

Highway One, Kalifornien

Eine der vielen typischen Buchten... (333kb)

Highway One, Kalifornien

... und dieselbe noch mal herangezoomt (222kb).

Zumindest für das Abendessen fuhren wir wieder ins Ragged Point Inn. In einem zu allen Seiten mit Glaswänden versehenen Speiseraum mit Natursteinsäulen und Aussicht auf das Meer bestellten wir zum ersten und einzigen Mal in Amerika kein Fastfood (und auch kein hinter wohlklingenderen Namen verstecktes Fastfood) sondern ein hervorragendes Menü der Spitzenklasse, was in dieser Umgebung doppelt so gut schmeckte. Einzig die für meinen Geschmack etwas zu niedrige Temperatur im Restaurant beeinträchtigte diesen Genuss.

Am nächsten Morgen setzten wir unsere Fahrt auf dem Highway One nach Monterey fort. Der schönste Abschnitt dieser Strecke lag noch vor uns.

(Letzte Änderung: 05.03.2003)



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