Flug Amsterdam Schiphol Oakland Martinair

Die Anreise

Für den Hinflug hatten wir uns für die Fluggesellschaft Martinair entschieden, einem Geheimtipp, der selbst in unserem Reisebüro zunächst nicht bekannt war. Martinair ist eine Tochtergesellschaft von KLM, der königlich-niederländischen Fluggesellschaft. Martinair bot den Flug von Amsterdam/Schiphol nach Oakland für 769,- DM pro Person an - ein unschlagbar günstiges Angebot bei einer ordentlichen Fluggesellschaft. Leider hat Martinair diese Flugroute mittlerweile aufgegeben, so dass Ihr für Eure Reise eine andere Fluggesellschaft finden müsst. Dies könnt Ihr aber einfach mit den Suchmaschinen auf unseren Reiseplanungs-Seiten bewerkstelligen.

Bei unserem Flug hatten wir Wert darauf gelegt, nicht umsteigen zu müssen. Da der Flug etwa 11 Stunden dauert (11:15 nach Plan, 10:35 real bei unserem Flug wegen den unterschiedlichen Windverhältnissen) und man vorher schon eine Weile auf den Beinen ist, ist ein Zwischenstopp oder sogar ein Umsteigen mit Aus- und Einchecken kein erholsamer Anfang für einen solchen Urlaub. Immerhin muss man nach der Ankunft noch den Mietwagen abholen und zum Hotel fahren. Nonstopp-Flüge werden von fast allen großen Fluggesellschaften angeboten, und zwar meist von ihrem Hausflughafen (d. h. Lufthansa ab Frankfurt, KLM ab Amsterdam etc.). Da wir uns für Martinair/KLM entschieden hatten (ein Charterflug) begann unser Urlaub also in Amsterdam.

 

 


Schiphol Airport Amsterdam

Bereits einige Wochen vor dem Urlaub waren wir nach Amsterdam gefahren, um uns den Flughafen in Ruhe anzuschauen und unsere Abfertigungshalle zu finden. Wir wollten das alles nicht am Tag der Abreise suchen müssen, mit dem Gepäck im Schlepptau und womöglich noch in Zeitnot. Immerhin dauert die Anreise dorthin über zwei Stunden, und Staus sind nicht selten.

Wichtig ist auch die Frage der Anreise zum Flughafen. Günstigerweise hatte sich der Vater meines Freundes bereit erklärt, uns zum Flughafen zu fahren, so dass wir weder mit dem Zug anreisen, noch dort einen Parkplatz mieten mussten - zweifelsohne für uns die billigste und bequemste Möglichkeit. Auf dem Flughafen befinden sich mehrere Parkhäuser, die Parkplatzsuche ist relativ einfach durch ein Parkleitsystem. Für unser Abliefern mussten wir umgerechnet etwa 8,- DM Parkgebühr bezahlen, an einem einigermaßen komplizierten Kartenautomat. Wer Probleme damit hat kann aber einfach den anderen Leuten über die Schulter schauen, es stehen genug Automaten nebeneinander.

Schiphol Airport, Amsterdam

Der Blick vom Restaurant auf die Flugzeugflotte von KLM (339kb).

Schiphol Airport, Amsterdam

Der Schalter von Martinair in Halle 3 am Gate G - Freundliches Personal sorgt für Urlaubsstimmung.

Der Flughafen ist recht übersichtlich und gut ausgeschildert. Nach kurzer Zeit hatten wir unseren Schalter gefunden (Schalter 21 in Halle 3 auf der ersten Etage direkt vor Gate G) und konnten uns im Gebäude umschauen. Es wird empfohlen, zwei Stunden vor dem Abflug einzuchecken, bei Charterflügen sind es drei Stunden. Diese Zeit haben wir genutzt, uns die verschiedenen Geschäfte anzuschauen. Doch Vorsicht: nach USA darf man keine Lebensmittel einführen. Alles, was man in den Flieger mitnimmt, muss man entweder essen oder wegwerfen! Selbst wenn die duty-free Sparpackung also monströs billig ist, ist das mithin nicht unbedingt günstig.

Das Einchecken verlief problemlos. Am Schalter mussten wir Flugticket und Ausweis vorzeigen, und unsere Koffer wurden gewogen (zwei Koffer a 32 kg plus Handgepäck waren erlaubt) und in die Maschine verfrachtet. Wir erhielten Bordausweise. Nun hatten wir wieder etwas Zeit. Schließlich folgte der zweite Teil des Eincheckens. Wir begaben uns zum Gate, das auf dem Bordausweis angegeben war. In unserem Fall Gate G. Hier mussten wir dann bei der Passport-Control unsere Ausweise, die Tickets und die Bordpässe an einen ein Meter höher sitzenden Beamten zum Check hochreichen, dann durften wir passieren. Es ging weiter zu der Stelle, wo die Leibesvisitation durchgeführt wurde. Da die Reise vor dem 11.09.2001 stattfand wurde das recht locker gehandhabt. Einmal kurz auf die Kleidung tatscheln, Taschen ausräumen, Handgepäck öffnen, fertig. Die Bordpässe wurden einbehalten, den Abschnitt mit unserer Sitznummer bekamen wir zurück. Dann hieß es warten. Zunächst inspizierten wir die Geschäfte und begaben uns rechtzeitig in den separaten Wartebereich für unseren Flug. Hier konnten wir durch die Fenster die Rollbahn und unsere Gangway beobachten.

Schiphol Airport, MartinAir, Amsterdam

Die Boeing 767 "Koningin Beatrix" vor dem Abflug in Schiphol. Die Ladeklappe fürs Gepäck ist bereits offen.

Schließlich rollte unsere Maschine vor; eine Boeing 767-300ER. ER steht für extended range, wodurch die nur zweistrahlige Maschine bei ihren 854 km/h Reisegeschwindigkeit rund 11.300 km zurücklegen und die Reise über den Atlantik problemlos bewältigen kann. Hier noch ein paar interessante Daten: Das Abhebgewicht beträgt 186.880 kg, davon 90.916 Liter Treibstoff bei Volltankung. Die Flügelspannweite beträgt 47,6 Meter bei einer Gesamtlänge von 54,9 Metern. Die Innenkabine ist 4,7 Meter breit. Daraus ergeben sich in der First-Class drei Zweiersitzreihen und in der Economy-Class zwei Zweiersitzreihen an den Fenstern und einer Dreierreihe in der Mitte. Unsere Maschine war in zwei Klassen unterteilt, mit insgesamt 269 Sitzplätzen. Martinair verfügte über sechs dieser Maschinen, angeschafft zwischen 1989 und 1995. Nachdem die Maschine gelandet war wurde die Gangway angerollt und die Leute stiegen aus. Während sich nun die Putzkolonne zum Turboreinigen ins Innere begab wurde das Gepäck ausgeladen, der Catering-Service füllte die Bordküche neu auf und einige Techniker überprüften die Triebwerke. Dies alles konnten wir von dem Wartebereich aus beobachten, in den wir über eine Stunde vor dem Abflug gegangen waren. Dann endlich war es soweit. Über die stufenlose Gangway wurden wir in die Maschine geführt.

 

 


Der Flug

Flug, MartinAir

Blick ins Innere unseres Flugzeugs.

Am 04.09.2000 um 13:20 Uhr hoben wir planmäßig vom Flughafen Schiphol ab. Auf dem Hinflug hatten wir drei Sitze in der Mittelreihe. Das konnten wir beim Einchecken festlegen, und da wir nicht die ersten waren war das schon in Ordnung so. Wir saßen ziemlich weit vorne, zweite Reihe direkt hinter der First-Class. Glücklicherweise waren rechts neben uns vier Sitze am Fenster unbesetzt, die während des Fluges dem Flugpersonal als Schlafkoje dienten und während der Benutzung mit einem Vorhang abgetrennt wurden. Während der Landung waren die Sitze aber unbenutzt, und so hatten wir doch noch zwei Fensterplätze mit tollem Ausblick.

Flug, MartinAir

Auf dem Monitor kann man die Flugposition verfolgen.

An der Trennwand zur First-Class waren drei Monitore angebracht. Zwei über den Durchgängen und ein größerer in der Mittelwand. Hier wurden recht aktuelle Kinofilme und Comedy-Soaps gezeigt, in Abwechslung mit einer Landkarte, die die aktuelle Flugposition darstellte. Wollte man die Filmbeiträge auch akustisch verfolgen, musste man für teures Geld einen Mini-Kopfhörer erwerben, der natürlich keinem gängigen Standard entspricht und somit nur in Flugzeugen funktioniert. Der Flug an sich verlief ruhig. Keine Turbulenzen, keine Probleme. Jede Stunde kam die Stewardess mit ihrem Teewagen und reichte Getränke; von Mineralwasser über Orangensaft bis Wein war alles im Repertoire.

TIP: Keinen Alkohol trinken, dafür immer Wasser oder Saft nehmen. Die Luft an Bord hat nur rund 6 Prozent Luftfeuchtigkeit (außen herrschen Minusgrade, kalte Luft kann kaum Feuchtigkeit binden und Wasser mitzuführen wäre viel zu schwer); trinken ist sehr wichtig, will man gesund ankommen.

Natürlich wurde in der Luft auch duty-free verkauft. In Hochglanz-Prospekten durfte man zunächst in den exklusiven (und völlig überteuerten) Angeboten stöbern, bis dann die große Verkaufsorgie begann, die die trockene Luft mit Parfüm einnebelte. Wir konnten der Versuchung gerade noch widerstehen.

Auf dem Hinflug flogen wir mit der Sonne, d.h. unser Abflug war um 13:20 Uhr, angekommen sind wir um ca. 15:05 Uhr lokaler Zeit (10:45 Flugdauer minus 9 Stunden Zeitdifferenz). Es war also permanent hell. Demzufolge wurde dreimal warmes Essen gereicht, dazwischen immer wieder kleine Snacks. Alles beste Qualität und sehr lecker. Auf dem Rückflug flogen wir gegen die Zeit, es gab also zwei Nachtphasen, in denen netterweise die Fenster verdunkelt wurden, so dass wir schlafen konnten. Der Jetlag entsteht normalerweise erst nach dem Rückflug, und da hilft es enorm, wenn man im Flieger schon was schlafen kann.

San Pablo Bay, Sonoma Valley, Napa Valley

Die nördliche San Pablo Bay mit Sonoma- und Napa-Valley.

Mount Rainier, Washington

Der schneebedeckte Mount Rainier bricht durch die Wolkendecke (166kb).

Die Landung konnte ich am Fenster miterleben. Nachdem die vier besagten Fensterplätze frei geworden waren hatte ich mich mit meiner Kamera sofort dorthin begeben; gerade rechtzeitig, um den Vorbeiflug am Mount Rainier und Mount St. Helens, beide im Bundesstaat Washington gelegen, mitzuerleben. Während der Mount St. Helens, jener bekannte Vulkan, der bei seinem Ausbruch am 18. Mai 1980 insgesamt 418 Meter seiner ehemaligen Höhe von 2.948 Metern einbüßte, unter einem großen Wolkenberg verborgen blieb, konnte man den durch die Wolkendecke emporragenden Gipfel des 4.392 Meter hohen Mount Rainier - übrigens auch ein aktiver Vulkan und dritthöchster Berg der USA - gut erkennen. Diese Informationen verdanke ich einem Fluggast aus San Francisco, der sich zu mir ans Fenster gesellte und diese Flugroute regelmäßig bereist. Die Maschine schwebte dann im Tiefflug über das Sonoma- und Napa Valley, der bekannten Weinanbauregion Kaliforniens nördlich der Bay-Area, überflog die Bay (hier sahen wir zum ersten Mal die unverkennbare Golden Gate Bridge in der Ferne) und schließlich konnten wir die vielen kleinen Bungalows in Oakland von oben bewundern ehe die eigentliche Landung einsetzte. Während dem langen Landeanflug fliegt die Maschine vermeintlich extrem langsam und man hat viel Zeit, die nur gemächlich vorbeigleitende Landschaft in allen Details zu bewundern. Mit einem sachten Rucken setzte die Maschine auf.

 

 


Oakland Airport

Der Flughafen in Oakland stammt in seinen Ursprüngen aus dem Jahre 1927, mutet aber vom Ambiente an wie ein Provinzflughafen der 60er Jahre; etwas altertümlich und eher klein, was wir bei unserer Rückreise zu spüren bekamen. Doch dazu später mehr. Das Auschecken war fast bürokratischer als das Einchecken. Düster blickende, natürlich bewaffnete Beamte musterten unsere Dokumente ehe wir zum großen Gepäckband gehen durften. Natürlich kam die obligate Frage, was wir in Amerika wollten und wann wir wieder abzureisen gedenken. Noch im Flugzeug mussten wir dies auch schriftlich beantworten, und da gab es auch die bekannte Frage, ob wir etwas gegen die Vereinigten Staaten im Schilde führten. Trotz der Verlockung, auf diese dämliche Frage mit einer dämlichen Antwort zu kontern verzichteten wir darauf, wohl wissend, dass dies mehr als Ärger bedeuten würde.

Das Band mit den Koffern bedarf für Erstflieger einer weiteren Erwähnung. Hier erscheinen nach und nach alle Koffer der Passagiere auf einem sich langsam im Kreis bewegenden Förderband. Nun gibt es zwei Probleme: erstens das Finden des eigenen Koffers. Hier ist es hilfreich, ihn irgendwie zu markieren, damit man ihn aus der Masse gleichaussehender Koffer erkennen kann. Denn der tolle und ach so einzigartige Koffer aus dem Geschäft stellt sich im großen Flughafen meist als das übliche Standardmodell heraus. 

TIP: Ein farbiges stabiles Gepäckband, einmal seitlich um den Koffer gewickelt (unter den Griff hindurch) und festgezurrt, hat mir hier gute Dienste erwiesen. Man sieht den Koffer besser, hat zusätzliche Anpackmöglichkeiten und erschwert das Öffnen des Koffers für Neugierige oder durch ruppige Behandlung beim Verfrachten.

Das zweite Problem ist das Herunternehmen des Koffers vom Band. Auch wenn dieses nur langsam dreht hat man damit so seine Mühen. Die Koffer sind schwer und um das Band herum stehen die anderen Passagiere mit Kofferwägelchen, die das Mitlaufen mit dem Band verhindern. Wir haben uns einfach 10 Minuten Zeit gelassen bis der große Ansturm vorüber war und uns an einer unbevölkerten Seite des Bandes platziert. Wenn man etwa 5 Meter mitlaufen kann hat man gute Chancen, den immerhin knapp 30 Kilo wiegenden Koffer herunterangeln zu können ohne über Rentner zu stolpern, die ungelenk am Band herumfuchteln.

 

 


Der Mietwagen

Nun waren wir also in Amerika. Der erste Weg führte uns ins Freie, denn der Mietwagenverleih hatte seinen Stand in einem kleinen Häuschen vor dem Flughafengebäude. Sofort fiel uns zuerst die wohltuende Wärme und der strahlend blaue Himmel auf - kalifornisches Wetter wie es im Buche steht. Wir hatten uns im Vorfeld für den Wagenverleiher Dollar entschieden, denn dieser war preisgünstig und vor Ort verfügbar. Gemietet hatten wir von Deutschland aus über FTI Touristik einen Wagen der Full Size Klasse (4-türig) für 519,- DM pro Woche. Diese Klasse war gerade groß genug für 3 Personen samt Gepäck. Dennoch hegten wir die stille Hoffnung auf einen besseren Deal, denn eigentlich wollten wir einen Minivan, der aber über 800,- DM gekostet hätte. Von einem Freund wussten wir, dass abends die meisten Wagen bereits verliehen waren und man daher oftmals größere zum gleichen Preis angeboten bekam. Und wir hatten Glück.

Mietwagen, Minivan, Voyager Chrysler

Ein Minivan ist das ideale Vehikel für eine Rundreise in den USA - gerade wenn man zu mehreren unterwegs ist.

Es war nach 16:30 Uhr. Fast alle Passagiere unserer Maschine waren mit ihren Koffern zum Dollar Stand gegangen, und weil wir am Gepäckband etwas länger gebraucht hatten bildeten sie nun vor uns eine große Schlange. Und es kam wie es kommen musste: alle Full Size Wagen waren verliehen, und gerade als der wohlbeleibte farbige Vermieter, der sich ungelogen nur seitlich durch die Türe seines kleinen Büdchens zwängen konnte, uns klarzumachen begann, dass er nurmehr kleinere Modelle im Angebot hatte fuhren zwei weiße Minivans auf das Gelände. Sogleich begann der Vermieter, in der Türe stehend (er kam wohl nicht wirklich hindurch) mit einem 50 Cent Walky Talky, dessen Antenne nur knapp aus seiner Pranke ragte, die Parkwächter über das Gelände zu scheuchen, um schnellstmöglich den Schlüsseln der beiden zurückgekehrten Fahrzeuge habhaft zu werden. Gleich der erste wurde unserer. Ein schöner neuer Chrysler Voyager, vollgetankt und mit Automatik - ein Traum in Weiß. Zwar war das Handbuch bei dem einzigen Vormieter verloren gegangen, dafür bekamen wir aber eine kurze Einweisung vor Ort. Das Gewöhnungsbedürftigste war sicher die Automatik mit Schalthebel am Lenkrad und die Feststellbremse im Fußbereich. Nicht erwähnt hatte der Autovermieter die Funktionalität der Klimaanlage (die sich hinter dem Knopf "AC" verbarg), die wir erst später heraustüfteln sollten...

TIP: Noch vor dem Wegfahren empfiehlt es sich, das Auto von allen Seiten nach eventuellen Schäden zu untersuchen und ggf. zu fotografieren. Sollte bei der Rückgabe eine Beule oder Schramme entdeckt werden kann man dann im Nachhinein nachweisen, dass diese vorher schon dran war.

Man sollte sich übrigens unbedingt vor dem Urlaub über die unterschiedlichen Verkehrsregeln in Amerika informieren. Diese differieren von Bundesstaat zu Bundesstaat. Ein Übertreten einer solchen Regelung wird normalerweise streng geahndet, wenngleich bei Touristen schon mal ein Auge zugedrückt wird. Sehr praktisch ist das allgemein erlaubte Rechtsabbiegen bei roten Ampeln nach kurzem Stopp. Angenehm ist auch der Fahrstil der Amerikaner. Niemals zuvor habe ich in Deutschland ein funktionierendes Reißverschlusssystem gesehen, doch das klappt selbst bei fünfspurigen Autobahnen die zusammengeführt werden. Auch kann man ohne einen Unfall zu riskieren ohne Blinker die Spur wechseln, denn alle fahren extrem defensiv und rücksichtsvoll. Rechts überholen ist in Kalifornien übrigens auch erlaubt. Und an unbeschilderten Kreuzungen gilt: wer zuerst angekommen ist fährt auch zuerst, ansonsten kann man sich auch mit Handzeichen einigen. Anschnallen ist natürlich Pflicht, und beim Parken genügt es nicht, eine freie Lücke gefunden zu haben - auf die Farbe des Bordsteins kommt es an. Rot bedeutet Halteverbot, weiß ist Parkverbot, gelb markiert Ladezonen (nach 18 Uhr Parken erlaubt) und nur an grün bepinselten Randsteinen darf man straffrei parken. Teuer wird es an blauen Bordsteinen. Diese Parkplätze sind für Behinderte reserviert (Strafe in San Francisco in 2001: satte 250 Dollar).

Daher ist der Link zum California Drivers Handbook am Ende dieses Artikels für alle zukünftigen Kalifornien-Besucher, die selbst Auto fahren wollen, unerlässlich.

Der deutsche Führerschein wurde 2000 in Amerika anerkannt, man brauchte keinen internationalen (sh. [Vorbereitungen / Papiere]). Und zusätzliche Versicherungen braucht man auch keine abschließen wenn man den Wagen über ein Reisebüro gemietet hat, denn dort sind bereits alle wichtigen Punkte mitversichert. Wichtig ist hier vor allem darauf zu achten, dass auch die Kosten des gegnerischen Unfallverursachers abgedeckt sind, denn oftmals sind die amerikanischen Autofahrer nicht versichert. Das nennt sich Zusatzhaftpflichtversicherung und deckte in unserem Fall Kosten bis 2 Millionen DM ab. Außerdem waren im Preis enthalten die Flughafengebühren, unlimitierte Meilen (wichtig!), Steuern und LDW (eben die Versicherung). Ein ADAC-Auslandsschutzbrief kann auch nicht schaden. Dennoch versuchen die Autovermieter - wie bei einem Freund geschehen - oft vor Ort noch zusätzliche Versicherungen zu verkaufen, oft mit dem Hinweis, dass dies gesetzlich zwingend sei. In einem solchen Fall empfiehlt sich ein kurzer Anruf beim AAA, dem amerikanischen Partnerclub des ADAC, der schnell für Klärung sorgt und den störrischen Vermieter zurechtweist.

Nachdem wir uns mit dem Wagen ein wenig vertraut gemacht hatten fuhren wir los Richtung San Francisco.

(Letzte Änderung: --.--.2003)