Tenaya Lodge Yosemite

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Im Yosemite Nationalpark selbst gibt es nur wenige Übernachtungsmöglichkeiten wenn man nicht Campen möchte. Wir haben uns für die Tenaya Lodge entschieden, die außerhalb des Parks unweit des Südeingangs in Fish Camp gelegen ist. Die Tenaya Lodge ist ein großer moderner Hotelkomplex mit 244 Zimmern, der wunderbar in die naturbelassene Umgebung eingebettet ist. Das Hotel hat 4 Diamonds und gehört damit zu den Spitzenhotels Kaliforniens. Erbaut wurde es 1990, renoviert 1999.
Tenaya Lodge, Yosemite, Kalifornien

Das Foyer der Tenaya Lodge (332kb)

Wir erreichen die Tenaya Lodge am frühen Nachmittag. Ein großes Holzschild am Highway 41 weist uns den Weg zum Hotel, das auf einer großen Lichtung inmitten des Waldes des High Sierra Forest umrankt von leichten Hügeln gelegen ist. Auch die Parkplätze sind mit Grünflächen umgeben und gleichen eher einer Parkanlage. Der riesige Natursteinbau im Grünen wirkt schon sehr beeindruckend wenn man ihn zum ersten Mal sieht. Aber innen sollte noch alles besser kommen. Nachdem wir nahe am Eingang parken konnten schleppen wir unsere Koffer ins Foyer - zwei Übernachtungen habe ich hier gebucht, und bin begeistert, dass das Hotel genauso aussieht wie auf den Hochglanzfotos im Internet, bei denen man ja immer etwas vorsichtig sein muss. Das Foyer, das Zentrum des Hotels, ist ein hoher nach oben offener Raum mit Balustrade und zwei riesigen Kronleuchtern. Die Wände wie die gesamten Außenmauern des Hotels sind aus grob gehauenem Naturstein, innen teilweise vertäfelt, wodurch es auch im heißen Sommer immer angenehm kühl ist. Die Rezeption, die an der linken Seite in die Raummauer eingebaut ist, wirkt angesichts des riesigen Raumes da sehr klein und unscheinbar. Freundlich, schnell und zuvorkommend wird uns ein schönes Zimmer der preiswertesten Kategorie gemäß unserer Reservierung zugewiesen, Parterre im linken Hotelflügel. Ein lebensgroßer geschnitzter Grizzly gleich neben der Rezeption erinnert daran, dass der Yosemite eine Vielzahl wilder Tiere beheimatet, darunter auch Bären.

Tenaya Lodge, Yosemite, Kalifornien

So muss das sein: unser stilvolles Zimmer... (312kb)

Tenaya Lodge, Yosemite, Kalifornien

... und das luxuriöse Bad.

Unser Zimmer ist aufgeteilt wie jedes Hotelzimmer: in einer Ecke das Bad mit WC, der Rest Schlafzimmer. Es unterscheidet sich von den üblichen Zimmern durch kleinere Details und ein angenehm aufeinander abgestimmtes dezentes Design mit indianischen Motiven. Zum einen ist die Ausstattung aus massivem Edelholz, zum anderen ist das Zimmer derart gepflegt und sauber wie in keinem anderen Hotel unserer Reise. Im Bad warten ein ganzes Körbchen mit Cremes, Shampoos und Seifen in allen Wohlgerüchen und ein Berg flauschiger Handtücher auf uns. Fußbodenheizung und eine riesige Badewanne mit abnehmbarem Duschkopf - selten in Hotels - bestätigen unsere Entscheidung, hier zu übernachten. Weitere Annehmlichkeiten im Zimmer: Klimaanlage, Telefon mit allem Schnickschnack, Fernseher und Radio mit den üblichen Sendern und Fernbedienung (auch selten in 2000), ein kleiner Safe und eine proppevolle Minibar. Dazu haben wir noch eine schöne Veranda mit Liegewiese und tollem Ausblick. Zwei Nächte purer Luxus warten auf uns, und das in einer der schönsten Landschaften der Welt - was will man mehr!

Tenaya Lodge, Yosemite, Kalifornien

Der Blick von unserer Veranda (391kb)

Wir beschließen, dass dies der richtige Ort sei, unseren Arbeitskollegen eine nette Ansichtskarte zu schicken um ihnen lange Zähne zu machen und Frohes Schaffen zu wünschen. In einem kleinen Giftshop - einem Souvenirladen der teureren Sorte - kaufe ich vier Postkarten, mehr ist nicht drin da ich nicht maßlos erscheinen will.

Abends haben wir schließlich die Auswahl zwischen drei Restaurants im Hotel. Wir entscheiden uns an den beiden Abenden für Jackalope's Bar and Grill, ein Restaurant im Wildwest-Stil, mit großer Holztheke und Holzmobiliar. Wozu soll ich auch im Wilden Westen indisch essen gehen... Auf einer großen Veranda vor dem Restaurant brennt ein großes Lagerfeuer, um das herum ebenfalls überdachte Tische aufgestellt sind. Die sind natürlich alle besetzt, auch wenn es draußen schon kalt ist; vermutlich muss man für dieses Erlebnis vorreservieren. Irgendwie fühle ich mich in die Vergangenheit zurückversetzt, das Ambiente stimmt einfach. Einzig der Fernseher über der großen Theke stört ein wenig den Gesamteindruck und beflimmert uns mit aktuellen Sportereignissen im Baseball, dessen Regeln mir wohl ewig verschlossen bleiben werden.

Das Essen ist teuer, aber gut; dennoch hätte ich bei vier Diamonds etwas mehr erwartet. Der Massentourismus hinterlässt leider auch hier seine Spuren. Sei's drum, die Atmosphäre zählt schließlich auch, und da kann sich der Grieche bei uns hier um die Ecke noch was von abschneiden.

Eins wurde mir auch gewiss: hier war ich nicht zum letzten Mal. Und da die nächste Reise schon geplant ist freue ich mich schon auf einen erneuten Besuch der Tenaya Lodge.

Reiseverlauf 2000 (soweit fertig):
Vorige Station:
Ausflüge vor Ort (öffnet in neuem Fenster):
Ausflüge unterwegs zur nächsten Station (öffnet in neuem Fenster):
Nächste Station:

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