Chinatown San Francisco Grant Avenue Stockton Street Portsmouth Square

Dragon Gate, Chinatown, San Francisco, Kalifornien

Der markante Eingang von Chinatown (320kb).

Grant Avenue, Chinatown, San Francisco, Kalifornien

Blick nach Norden hinter dem Chinatown Gateway (278kb).

Chinatown, San Francisco, Kalifornien

Typisch chinesische Dächer (228kb).

Chinatown, San Francisco, Kalifornien

Eine Straßenlampe (156kb).

Wer kennt es nicht, das bekannte Drachentor am Eingang zu Chinatown in San Francisco. Dieses auffällige Bauwerk an der Bush Street Ecke Grant Avenue ist ein Geschenk Taiwans an San Francisco aus dem Jahre 1969 und markiert die südöstliche Grenze jenes Stadtteils, der hier seit den 1850ern als chinesische Enklave in der amerikanischen Großstadt entstanden ist und sich bis heute behauptet hat. Hier leben über 100.000 Chinesen in insgesamt 18 Häuserblöcken entlang der Grant Avenue und Stockton Street von der Bush Street bis zur Columbus Avenue und bilden damit die größte chinesische Gemeinde außerhalb Chinas. Nur die Chinatown in New York kann mit dieser Stadt in der Stadt mithalten.

Kurz ein paar Sätze zur Geschichte des Viertels. Chinatowns Ursprung beginnt etwa 1850 als chinesische Seeleute, hauptsächlich aus der südchinesischen Provinz Kanton, vom einsetzenden Goldrausch profitieren wollen und über den sicheren Seeweg nach Kalifornien kommen. Deshalb hat San Francisco in China übrigens noch den Namen "alter Goldberg". 1852 waren dies bereits 25.000 Einwanderer, die in den Sierras nach Gold suchten. Da sie somit jedoch mit den Amerikanern konkurrierten wurden sie mit Sondersteuern und Arbeitsverboten belegt und zogen sich in das Umfeld von San Francisco zurück. Hier betrieben sie Wäschereien oder arbeiteten als Köche und Hausangestellte. Die Ehefrauen nach Amerika mitzubringen konnten sich die wenigsten leisten; überhaupt war die Zeit des Goldrauschs eine Männerwelt. Die wenigen chinesischen Frauen verdienten ihr Geld hauptsächlich als Prostituierte (1877 etwa 90%). Für den Bau der Transcontinental Railroad wurden nach anfänglichen Querelen mit der Gewerkschaft schon bald fast ausschließlich Chinesen als Schienenarbeiter eingesetzt (1868 etwa 12.000 von 14.000) da die Arbeiten den Weißen viel zu gefährlich waren. Die reichen Händler von Chinatown schlossen sich zur Canton Company zusammen, die fortan als Vermittler zwischen der Arbeitskräfte suchenden Industrie in Kalifornien und den chinesischen Einwanderern diente und die Kosten der Überfahrt ($40-$50) eintrieb. Aber auch die armen Arbeiter schlossen sich in nach ihren Berufen getrennten Verbünden zusammen (sogenannte Tongs). Mit der Rezession nach 1870 entstanden neue Probleme. Jährlich kamen etwa 15.000 Chinesen nach Kalifornien, und schnell war die Rede von einer "Gelben Gefahr" weil die Chinesen jegliche Arbeit annahmen und zudem die Krisenlöhne noch weiter drückten. So beschloss der Kongress 1882 den Chinese Exclusion Act, der die Einwanderung vorerst stoppte. Die Lage besserte sich erst mit dem Zweiten Weltkrieg da China von Japan unterjocht wurde und man nach Pearl Harbor somit einen gemeinsamen Feind hatte. Als Folge hob Präsident Roosevelt den Chinese Exclusion Act auf. Ab 1947 durften die Chinesen außerdem Immobilien und Grundbesitz außerhalb Chinatowns erwerben und ein Jahr später auch Mischehen mit Weißen eingehen. Heute haben die Chinesen dank ihrem Fleiß und ihrer Strebsamkeit den Ruf einer "model minority"; ihr Bildungsstand und Einkommen liegt über dem nationalen Durchschnitt.

Grant Avenue, Chinatown, San Francisco, Kalifornien

Grant Avenue, Blick nach Norden - eine typische Ansicht des Viertels aus touristischer Sicht (228kb).

Grant Avenue, Chinatown, San Francisco, Kalifornien

Gleiche Stelle, andere Straßenseite in 2003: Blick auf die Old St. Mary's Cathedral (310kb).

Nun zurück ins Viertel. Obschon sich die Gebäude als solche auf den ersten Blick nicht von denen der übrigen Stadt unterscheiden vermag der Besucher doch unmittelbar erkennen, dass er sich auf fernöstlichem Terrain befindet. Sowie man das Dragon Gate durchschreitet sieht man sich umgeben von kleinen Geschäften, die chinesische Artikel wie unzählige exotische Gewürze und Kochzutaten, Porzellan, Seide und Jadeschmuck in allerlei Variationen, Antiquitäten und den üblichen Touristenkrimskrams farbenfroh feilbieten. Aber auch Restaurants und Handelsgesellschaften fehlen nicht. Die zunächst steil ansteigende Grant Avenue ist geradezu flankiert von diesen Geschäften. Werbe- und Dekorationsschilder mit chinesischen Schriftzeichen sind allgegenwärtig, schmücken die Häuserwände oder stehen auf dem Gehweg herum. Obschon man mitten in Amerika ist nimmt das Ohr plötzlich kaum noch den gewohnten amerikanischen Slang wahr. Man ist in einer anderen Welt, nur wenige Meter vom Rest der Stadt entfernt. Fairerweise muss man hinzufügen, dass dieser Eindruck wohl auch beabsichtigt wird, schließlich wollen die Geschäftsleute hier Geld verdienen, und wie kann man das besser als mit einer Attraktion, von denen San Francisco schon so viele hat. Verlässt man die Grant Avenue und begibt sich in die Seitenstraßen von Chinatown weicht das touristisch aufgeblähte chinesische Ambiente einer nüchterneren Atmosphäre. Aus diesem Grund gilt für die Bürger San Franciscos auch die etwas schmucklosere, aber dadurch viel authentischere Stockton Street als das eigentliche Zentrum des heutigen Chinatown.

Grant Avenue, Chinatown, San Francisco, Kalifornien

Pagodenförmige Dächer (259kb).

Schaut man sich die Häuser genauer an, was bei den zahlreichen Blickfängen auf Augenhöhe eher selten geschieht, fallen schließlich doch einige Unterschiede auf. Neben den für unser westliches Bild von chinesischer Architektur typischen verzierenden Elementen sind es vor allem die Dächer, die an einigen Gebäuden eben jene geschwungenen Formen aufweisen, wie man sie in Amerika eher nicht erwartet. Hinzu kommen Häuser wie das komische Exemplar aus Beton am Portsmouth Square, mit runden Bullaugfenstern und einer Optik, die man in einem Entwicklungsland erwarten würde. Andere wiederum sehen pracht- und prunkvoll aus.

Chinatown hat eine zehnmal höhere Siedlungsdichte als der Stadtdurchschnitt, was schon früh zu einer merklichen Enge führte. Eine Sanierung in den 1970ern behob diese Problematik ohne das charakteristische farbenfrohe Erscheinungsbild aus touristischer Sicht allzusehr zu verändern. Was das Ambiente betrifft muss erwähnt werden, dass die optische Gestaltung der Häuser mit den markanten Mini-Pagoden alles andere als chinesisch ist. Nach dem großen Beben von 1906 wurden diese Stil-Elemente beim Wiederaufbau von den nicht-chinesischen Baumeistern hinzugefügt, um ein orientalisches Flair zu schaffen - durchaus schon im Hinblick auf eine touristische Attraktivität. Den meisten Betrachtern dürfte dieser kleine stilistische Fehler indes nicht wirklich auffallen...

Ross Alley zwischen Grant Avenue und Stockton Street von Jackson Street nach Washington Street beheimatete einst Opiumläden und war Hintergrund für Filme wie Indiana Jones and the temple of Doom, Karate Kid II und Big Trouble in little China. In 56 Ross Alley befindet sich die Golden Gate Fortune Cookie Company. Hier kann man die Herstellung der weltberühmten Glückskekse beobachten. Portsmouth Square an der Kearny Street zwischen Clay Street und Washington Street machte 1848 Geschichte als dort Sam Brannan verkündete, es sei Gold bei Sutters Mill gefunden worden (sh. Goldrausch). Old St. Mary's Cathedral an der Ecke California Street und Grant Avenue ist eines der wenigen Gebäude, die das große Feuer von 1906 überstanden.

Dragon Gate, Chinatown, San Francisco, Kalifornien

Blick durch das Dragon Gate auf die Bush Street (220kb).

Chinatown, San Francisco, Kalifornien

Was man hier alles kaufen kann... (231kb)

Wir begannen unsere kurze Visite natürlich am Drachentor (Dragon Gate oder auch Chinatown Gateway genannt). Nachdem wir die Market Street besucht hatten wollten wir uns diese nahegelegene Attraktion nicht entgehen lassen. Das 1970 errichtete Tor ist mit unzähligen grünglasierten Kacheln, Drachen, Delphinen und anderen Tieren verziert; Glückssymbole auf dem dreiteiligen Dach. Das Tor ist eine Anlehnung an die zeremoniellen Tore chinesischer Städte. Auf dem kleinen Schild über Durchgang steht ein Spruch des chinesischen Staatsmanns Sun Yat-sen, der übersetzt in etwa bedeutet: "Alles unter dem Himmel ist gerecht verteilt". Zum Glück kannte ich diese Übersetzung in diesem Moment noch nicht, sonst hätte ich mir mein Handy genommen und doch mal bei Bill Gates angerufen... So gingen wir als arme Touristen brav durch das Tor und auf der linken Straßenseite der Grant Avenue hinein in das unbekannte Viertel. Die Grant Avenue ist übrigens eine der ältesten Straßen von San Francisco. Ursprünglich wurde sie 1845 im damaligen Yerba Bueno als Calle de la Fundacion gegründet. Schon ein Jahr später, nachdem Kalifornien sich der Union anschloss, wurde die Straße in Andenken an einen Admiral der USS Portsmouth in Dupont Street umbenannt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts erlangte die Dupont Street zweifelhafte Berühmtheit als Teil der Barbary Coast, mit Bordellen, Spielhallen und Opiumhöhlen. Nach dem Erdbeben von 1906 wurde sie jedoch neu gestaltet und nach dem 18. Präsident der USA, Ulysses S. Grant, benannt. Doch auch heute nennen einige Chinesen die Straße noch "Du Pon Gai" (Gai=Straße). Die Straßenlampen sind mit kleinen Drachen verziert, und unterhalb der Straßenschilder sind deren Namen auch in chinesischen Schriftzeichen angebracht.

Grant Avenue, Chinatown, San Francisco, Kalifornien

Der erste Block der Grant Avenue in Chinatown - rechts das Dragon Gate (310kb).

Schon die ersten Geschäfte machten uns neugierig und wir schauten uns das Angebot etwas genauer an - ohne etwas zu kaufen versteht sich. Was will man auch mit Hühnerfüßen, komisch gefärbten Pülverchen für Wasweißichwas oder Jadeklunkern. Trotzdem war es interessant, dieses für unsere Erfahrungen völlig unbekannte Warenangebot mal näher in Augenschein zu nehmen. Während meine Freunde noch etwas neugieriger waren als ich versuchte ich vergeblich, in einer ruhigen Ecke den Polfilter von meiner Kamera abzuschrauben. Das winzige Teil war leider so fest mit der Kamera verbunden, dass ich ihn drauflassen musste (weswegen die Weitwinkel-Bilder leider in den Ecken etwas unscharf wurden da der Abstand von Objektiv zur Kamera so etwas länger war als üblich). Zu Hause habe ich ihn dann mit einer Zange abbekommen, wobei er aber dramatische Lackschäden erlitt. Nie wieder ein Polfilter auf eine Nikon Coolpix! Doch das nur am Rande und zur Erklärung, dass einige Bilder nicht als Vollbildversion vorliegen... Wir gingen weiter die Grant Avenue hinauf, immer wieder die Schaufenster und Geschäfte bestaunend.

Old St. Mary's Cathedral, Chinatown, San Francisco, Kalifornien

Old St. Mary's Cathedral (296kb).

Zwei Häuserblocks hinter dem Dragon Gate befindet sich auf der rechten Straßenecke der California Street die Old St. Mary's Cathedral. Das Gebäude fällt sofort ins Auge, ist es doch eine der wenigen Kirchen in der Stadt, die für unsere Verhältnisse auch wie eine aussieht. Der große Backsteinbau mit Kirchturm, der zwar neben den Hochhäusern winzig aussieht, erweckte meine Aufmerksamkeit da unter der Kirchturmuhr ein etwas seltsamer Spruch in die Wand gemeißelt war: "Son, observe the time and fly from evil". Welche Konfession mag da wohl hinter stecken, war mein Gedanke. Heute weiß ich: es ist eine katholische Kirche, und zudem die älteste Kathedrale in Kalifornien. Die Steine, mit denen sie erbaut wurde, wurden mit Segelschiffen zum überwiegenden Teil aus China um Kap Horn antransportiert. Gegründet wurde die Kathedrale (Bauzeit 1853-1854) von Father Henry Ignatius Stark als Mission um der chinesische Gemeinschaft den katholischen Glauben zu vermitteln. Beim Beben von 1906 wurde sie beschädigt, aber bis 1909 wieder aufgebaut. Heute zeigt sich die Kathedrale in der Form, die sie nach ihrem Bau hatte. An dieser Kreuzung kehrten in 2003 wir wieder um, denn so unterschiedlich präsentierte sich das Stadtviertel im weiteren Verlauf offenbar nicht und die Market Street, die im Anschluss wieder auf unserem Programm stand, hatte für unseren Geschmack doch wesentlich interessantere Geschäfte zu bieten. So gingen wir also die Grant Avenue wieder hinunter zum Dragon Gate und verpassten so z. B. den Portsmouth Square.

Bank of America, Chinatown, San Francisco, Kalifornien

Bank of America (280kb).

Diesen sollten wir in 2007 zu Gesicht bekommen. Wir gingen diesmal an der Old St. Mary's Cathedral weiter nach Norden. Auf der linken Straßenseite erscheint an der Ecke zur Sacramento Street die Bank of America. Dieses Gebäude ist ein sehr gutes Beispiel traditioneller chinesischer Architektur mit zahlreichen Drachenmotiven. Hinter der Bank of Amerika folgt der Chinatown Kite Shop. Hier kann man alle möglichen fliegenden Objekte kaufen, von attraktiven Drachenfliegern in Fischform über Nylon- oder Baumwoll-Winddrachen, handbemalten chinesischen Papierdrachen, Doppeldecker aus Holz und Papier bis hin zu Zweideckern und fünfeckigen Drachen.

Grant Avenue, Chinatown, San Francisco, Kalifornien

Sushi in Chinatown? Links der Kite Shop (289kb).

Dem Kite Shop gegenüber befindet sich der Wok Shop (718 Subventions-Ave). Hier kann man all das kaufen, was man für das Kochen auf chinesische Art benötigt: Messer, Bratpfannen, Kochbücher oder Gefäße. Folgt man übrigens hinter dem Wok Shop der Commercial Street gelangt man im nächsten Häuserblock hinter der Kearny Street zum ehemaligen Wohnhaus von Emperor Norton I..

Chinatown, San Francisco, Kalifornien

Blick Ecke Grant Avenue die Sacramento Street hinab (285kb).

Transamerica Pyramid, San Francisco, Kalifornien

Transamerica Pyramid von der Kearny Street (253kb).

Portsmouth Square, Chinatown, San Francisco, Kalifornien

Coit Tower hinter der Fußgängerbrücke (167kb).

Portsmouth Square, Chinatown, San Francisco, Kalifornien

Seltsam anmutende Architektur (255kb).

Wir gingen jedoch weiter die Grant Avenue hinauf und bogen an der Ecke Clay Street rechts in die Sacramento Street ab. So gelangten wir zu dem auf der östlichen Seite des sich linker Hand (nördlich) anschließenden Häuserblocks gelegenen Platz. Portsmouth Square ist in zwei Ebenen geteilt. Von der westlichen, höheren Ebene führt eine Brücke über die Kearny Street auf die Transamerica Pyramid zu, die man von hier aus sehr gut sehen kann. Ein viel genutzter Kinderspielplatz befindet sich am südlichen Ende des Platzes. Ansonsten besteht der Square aus mit Bäumen, Büschen und Bänken eingerahmten Wegen und kleinen Plätzen.

Portsmouth Square, Chinatown, San Francisco, Kalifornien

Der Spielplatz des Portsmouth Square (276kb).

Portsmouth Square, Chinatown, San Francisco, Kalifornien

Ältere Chinesen beim Was-auch-immer Spiel (367kb).

Portsmouth Square, Chinatown, San Francisco, Kalifornien

Ein Taubenidyll (302kb).

Portsmouth Square war einst der zentrale Platz von Yerba Buena, der ersten Siedlung an diesem Ort. Benannt wurde er nach der USS Portsmouth, dem Landungsboot der ersten Soldaten, die unter dem Kommando von Captain John B. Montgomery nach der Eingliederung Kaliforniens in die Vereinigten Staaten 1846 hier landeten. 1847, als der Ort in San Francisco umbenannt wurde, errichtete man hier die erste öffentliche Schule, und öffentliche Versammlungen wurden abgehalten. Zu dieser Zeit lag der Platz am Fuße der östlichen Halbinselküste.

Bevor wir den Square genauer in Augenschein nahmen versorgten wir uns im Subway auf der Ecke Clay Street und Kearny Street mit ausgesprochen leckeren Sandwiches, die wir dann im Beisein von handzahmen Tauben auf einer Bank gegenüber des Kinderspielplatzes zu uns nahmen.

Ein Abstecher zum oberen Platz offenbarte, dass dieser fest in chinesischer Hand war. Da Portsmouth Square einer der wenigen unbebauten Flächen in Chinatown ist herrscht hier immer lebhafte Aktivität. An mehreren Stellen standen zahlreiche Männer dicht gedrängt beieinander und gingen eifrig einer Beschäftigung nach, die sich unseren Blicken zur Gänze entzog. Einige hielten Geldbündel in der Hand, also wird es sich wohl um irgend ein Spiel gehandelt haben. An einer anderen Stelle wurde nicht ganz so verdeckt Karten gespielt, allerdings ein mir nicht bekanntes Spiel. Auch wird hier in den frühen Morgenstunden Tai Chi praktiziert. Irgendwie kam ich mir als Tourist mit Kamera etwas deplatziert vor. In der Mitte der oberen Ebene ragt eine Frauenstatue empor. Es ist eine 1999 von Thomas Marsh gefertigte Replika der Goddess of Democracy. Das Original steht in Erinnerung an die Proteste auf dem Platz des Himmlischen Friedens (Tiananmen).

Vom Portsmouth Square gingen wir über die Clay Street weiter zur Transamerica Pyramid. Von dort folgten wir schließlich der diagonal durch die Häuserblöcke verlaufende Columbus Ave zurück nach Fishermans Wharf.

Transamerica Pyramid, San Francisco, Kalifornien

Transamerica Pyramid (307kb).

Portsmouth Square, Chinatown, San Francisco, Kalifornien

Goddess of Democracy Replik (331kb).

Chinatown ist keine Attraktion, die einen in Staunen versetzt wie z. B. die Golden Gate Bridge. Es ist einfach ein Stadtteil wie aus einer völlig andere Welt; etwas, das man an dieser Stelle einfach nicht erwartet. Alleine das fremdartige und teils skurrile Angebot der Geschäfte ist einen Besuch wert. Die vielen kleinen, teils versteckten architektonischen Anlehnungen an China lassen dieses Viertel das sich am eindeutigsten optisch selbstdefinierende der vielen länderspezifischen Stadtteile San Franciscos sein. Immerhin hat Chinatown im Jahr mehr Besucher als die angesprochene und sehr viel bekanntere Golden Gate Bridge. Freunde chinesischer Speisen sollten sich übrigens das bekannte Dim Sum nicht entgehen lassen, das sind mit Fleisch, Fisch oder Gemüse gefüllte Teigklöße.

(c) Stefan Kremer - Alle Rechte vorbehalten

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