Moran Point Grand Canyon

Moran Point, Grand Canyon, Arizona

Die ganze Aussichtsplattform (318kb).

Moran Point, Grand Canyon, Arizona

Schaut man über die rechte Mauer... (298kb)

Moran Point, Grand Canyon, Arizona

... erblickt man diesen Tafelberg... (317kb)

Moran Point, Grand Canyon, Arizona

... und noch weiter rechts den Zuni Point (320kb).

Moran Point, Grand Canyon, Arizona

Ein Stückchen Colorado ist sichtbar (296kb).

Wir fahren weiter nach Westen, vorbei an den auf der linken Straßenseite, und erreichen auf 2.181 Meter Höhe den Moran Point. Von hier aus kann man in der Tiefe bei genauem Hinsehen den Colorado erkennen, in einer seiner wildesten Formen. Die bekannten Hance Rapids, benannt nach Capitain John Hance, dem ersten aus Europa stammenden Amerikaner, der sich am niederließ, lassen den ansonsten grünlich scheinenden Fluss weiß aufschäumen. Diese Stromschnellen sind berüchtigt, da sie mit ihren 9,14 Metern Gefälle über Felsen zu den größten und schwierigsten des Colorado gehören - was man aus der Entfernung kaum erahnen mag. Die Perspektive ist jedoch im Gegensatz von der am weiter östlich gelegenen sehr viel interessanter, weil man die Stromschnellen von der Seite sieht und die Gischt der Strudel klar erkennen kann. Der Hance Trail führt westlich des Moran Points über zwei Abstiegswege hinab durch den Red Canyon, der sich direkt unterhalb von Moran Point nach Norden erstreckt und direkt zu den Hance Rapids führt.
Moran Point, Grand Canyon, Arizona

Blick nach Westen (250kb).

Moran Point, Grand Canyon, Arizona

Red Canyon im Vordergrund (360kb).

Moran Point, Grand Canyon, Arizona

Vom Waldbrand gefärbter Horizont (321kb).

Die Sicht nach Osten wird durch den vorgeschobenen Canyonrand des Zuni Points begrenzt. So erkennt man von dem von Norden kommenden Colorado nur ein paar wenige Fragmente. Außerdem behindert eine Felskappe unmittelbar vor Moran Point die ungehinderte Sicht ins Tal.

Weiter links ragt die Horseshoe Mesa empor, ein mit freistehenden Sträuchern übersähter Tafelberg in U-Form. Ebenfalls gut sichtbar sind Coronado Butte direkt im Westen und das Sinking Ship. Das Panorama im Norden bilden hinter beziehungsweise links des Colorado von links nach rechts Wotans Throne, der etwas vorgelagerte und niedrigere Krishna Shrine, Vishnu Temple, Rama Shrine und die etwas niedrigeren Solomon Temple mit The Tabernacle dahinter.

Der Aussichtspunkt ist benannt nach Thomas Moran, einem bekannten amerikanischen Landschaftsmaler des 19. Jahrhunderts. 1871-72 hatte er an der Hayden-Expedition in das Gebiet des heutigen Yellowstone Nationalparks teilgenommen und zahlreiche Radierungen und Wasserfarbgemälde von der einzigartigen Landschaft erstellt. Diese wurden den Kongressmitgliedern präsentiert und trugen dazu bei, die Amerikaner und den Kongress davon zu überzeugen, dass Teile des Yellowstone schützenswert sind, was letztlich zur Einrichtung des Nationalparksystems 1916 führte.

Moran Point, Grand Canyon, Arizona

Hance Rapids (404kb).

Moran Point, Grand Canyon, Arizona

Unterhalb des Moran Points (419kb).

Am Moran Point war auch in etwa die Stelle, wo 1540 die ersten Europäer, eine spanische Expedition aus Mexiko kommend, den Canyon erreichten. Sie wurden von ortsansässigen Hopi-Indianern an eine Stelle "elevated and full of low twisted pines ... lying open to the north" geführt, so der Expeditionsleiter Garcia Lopez de Cardenas in seinen 1560 niedergeschriebenen Memoiren. Dies schränkt die Stelle auf den Bereich zwischen Moran Point und ein. Vermutlich wählten diese wohlweislich Moran Point aus, um die Eindringlinge zu entmutigen - erfolgreich wie sich zeigte; die Spanier kehrten nach drei Tagen um.

(c) Stefan Kremer - Alle Rechte vorbehalten

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