![]() Der Ausblick direkt am Parkplatz. Interessanter wird es wenn man ein Stück geht (658kb). |
![]() Die Grottos an der Westseite des Amphitheaters kann man z. B. vom Parkplatz nicht sehen (533kb). |
Geologisch betrachtet liegt Bryce Point auf der Boat Mesa, die die gesamten Klippen zwischen Bryce Point und Inspiration Point überzieht und die darunterliegende Claron Formation einschließt. Vor allem an der westlichen Rim-Kante des Amphitheaters kann man die Grottos sehen. Das sind durch Erosion weicherer Gesteinsteile in der oberen weißen Kalksteinschicht der Claron Formation entstandene Löcher.
![]() Wie bestellt: ein Ziesel macht Männchen (365kb). |
Bryce Point ist ein beliebter Beobachtungspunkt für Goldmantelziesel und Uinta Ziesel. Hier wie an den übrigen Aussichtspunkten des Parks sind die kleinen Nager außergewöhnlich dick geworden weil die Besucher sie unentwegt füttern; nicht nur ein Verstoß gegen die Parkgesetze sondern auch eine ernstzunehmende Gefahr für die Besucher selbst. Die Tiere verlieren die Fähigkeit, sich selbst zu ernähren, ihre Gesundheit sinkt und sie werden anfällig für Krankheiten. Dies kann in extremen Fällen zu Krankheiten wie Pest oder dem unheilbaren Hanta Virus führen. Trotzdem konnte ich es mir nicht nehmen lassen, wenigstens einige Fotos von dieser niedlichen Tiergattung zu schießen.
![]() Steil geht's hinunter zum Viewpoint (587kb). |
![]() Der Ausblick entlohnt für die Mühen (731kb). |
Wer gerne klettert und etwas Zeit mitbringt kann den 9 Kilometer langen Peek-a-boo Loop Trail erkunden. Dieser startet hier und ist ein steiler aber spektakulärer Wanderweg entlang der Wall of Windows und den Three Wisemen. Entlang dieses Weges, für den man 3 bis 5 Stunden benötigt - je nachdem, wie intensiv man die Landschaft genießen möchte -, kann man mit etwas Glück Maguire Catchfly (Leimkraut), Platy Penstemon (Bartfaden) und Bryce Canyon Paintbrush, das nur im Bryce Canyon wächst, sehen. Der 35 Kilometer lange Under-the-Rim Trail beginnt ebenfalls am Bryce Point und führt südlich bis zum Rainbow Point durch das weniger besuchte Hinterland des Bryce Canyon. Möchte man dort übernachten benötigt man übrigens eine Erlaubnis, die man am Visitors Center erhält.
Der eigentlich interessante Teil des Aussichtspunktes erschließt sich nicht auf den ersten Blick. Zunächst wird man die Aussicht vom Parkplatz aus Richtung Nordosten bewundern. Hier stehen einige hohe Tannen direkt unterhalb des Weges, die einen reizvollen Rahmen für die unterhalb liegenden braunen und roten Steinsäulen bilden. Der Blick reicht sehr weit in die Ferne, und zwischen den Hoodoowäldern kann man auch das eigentlich Bryce Canyon genannte Tal mit dem Bryce Creek erkennen, das von einem lichten Nadelwald bewachsen ist. Zwar ist die Aussicht vom Parkplatz aus schon sehr beeindruckend - wie jeder Aussichtspunkt am Bryce Canyon -, aber das wirkliche Highlight befindet sich etwa 100 Meter weiter nördlich. Über einen leicht ansteigenden Fußweg gelangt man auf eine kleine Bergkuppe. Von dort geht es nochmal rund 100 Meter abwärts zu einem befestigten Aussichtspunkt. Der Weg verläuft geteert über einen breiten Felskamm. Seitliche Befestigungen fehlen da das Gelände zunächst nur leicht abfällt. Nur am unteren Teil des Viewpoints schützt ein Zaun vor der Tiefe. Man sollte aber in jedem Fall seine Kinder im Auge behalten und besser an die Hand nehmen. Von der Spitze des Aussichtspunktes hat man wie schon am Sunset Point einen Rundumblick auf das Amphitheater, diesmal vom Süden her. Selten sieht man das Hoodoo-Meer so ausgeprägt wie hier, einen besseren Blick auf die Abbruchkante bekommt man ebenfalls kaum. Beides zusammen ergibt einen einzigartigen Eindruck von diesem Naturwunder. Oben der tief grüne Wald unter dem blauen Himmel, darunter die weißen Kalksteinfelsen und schließlich das in vielen Rottönen schimmernde und strahlende Amphitheater. Dies ist der meiner Meinung nach beste Platz, um Erinnerungsfotos zu schießen. Allerdings stört da natürlich das Geländer und der Andrang. Deshalb gibt es etwas oberhalb noch einen Trampelpfad, der links vom geteerten Weg abzweigt und um die südliche Kante des Amphitheaters nach Westen führt, der Rim Trail. Weit muss man nicht gehen, vielleicht 50 Meter, und schon ist man alleine. Von hier aus kann man das Panorama ohne störende Hindernisse wirklich genießen und fotografieren, allerdings muss man auf dem mit losen Steinen gespickten Weg vorsichtig sein, denn je nach Schuhwerk kann es schon Mal ein wenig rutschig werden. Aber keine Sorge, das klingt schlimmer als es ist. Wenn man nun nach Nordwesten schaut erkennt man eine mächtige Felsformation, die etwas unterhalb der Rim-Kante in das Amphitheater hineinragt und sich Liberty Castle nennt. Den Horizont nach Nordosten bilden die Black Mountains.
(Letzte Änderung: 31.10.2005)
|
Weiterführende Links:
Weitere Themen über den Südwesten findet Ihr im oben oder mit der Navigation links.
|










oben oder mit der Navigation links.