![]() Der Innenhof des Best Western Mountain Inn in Tehachapi (160kb). |
| Ich empfehle diese Unterkünfte: |
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| Ausführlichere Infos gibts hier. |
![]() So abwechslungsreich kann... (251kb) |
![]() ... eine Fahrt durch die Wüste sein (177kb). |
![]() Der schneebedeckte Mount Inyo (163kb). |
Es folgte tatsächlich eine der langweiligsten Abschnitte unserer Rundreise. Absolut nichts Sehenswertes lag entlang der Route, und einzig die Suche nach der richtigen Abfahrt verschaffte uns kurzzeitig ein wenig Abwechslung. Die ganze Zeit fuhren wir auf der rechten Seite der Sierra Nevada entlang, links die Gebirgskette, rechts ein weites Tal und in der Ferne wieder Gebirge. Nur an einer Stelle schlängelte sich der Highway durch einen Seitenausläufer der Sierra, wobei man verschiedene Gesteinsschichtaufwerfungen beobachten konnte, die nicht ganz so spektakulär waren als dass es ihnen zu einem Nationalpark gereicht hätte. In den USA zumindest; hierzulande wären die hellen Schichtungen nicht derart unbeachtet geblieben. Es folgte wieder ein langer Abschnitt bei dem es sich bewährte, dass wir einen CD-Player mit Adapterkassette dabei hatten und einen großen Stapel mit Nicht-Countrymusik. Nachdem wir bei Olancha den Highway 395 verlassen hatten und nun auf dem Highway 190 am ausgetrockneten Owens Lake vorbei weiterfuhren konnte man in der Ferne den schneebedeckten Gipfel des rund 3.330 Meter hohen Mount Inyo erkennen - ein spektakulärer Anblick mitten in der Wüste. Hinter Owens Lake trafen wir wieder auf unsere 2000er Route, bei der wir ja vom Yosemite im Norden kommend ins Death Valley fuhren. Nun wurde die Landschaft auch etwas abwechslungsreicher, denn es ging über die Panamint Mountain Range nach Osten Richtung Death Valley, und die Spannung bei den noch nie Hiergewesenen stieg.
![]() Blick in den Seitencanyon (339kb). |
![]() Fahrt durch ein Paralleltal des Death Valley (234kb). |
Quasi traditionsgemäß fand unser erster Halt am Father Crowley Point statt, der sich offenbar nicht verändert hatte - es ist ja auch kein befestigter Aussichtspunkt sondern lediglich eine kleine in ein Seitental hineinragende Landzunge, die man mit dem Auto befahren kann. So hielten wir ziemlich am Anfang und stiegen aus, um einen Blick hinunter in besagtes Seitental zu riskieren. Gerade als wir an den am Abhang aufgereihten Felsblöcken ankamen, traf uns jedoch der Schlag; im wortwörtlichsten Sinne! Ein ohrenbetäubender Knall - ich schaffte es nicht mehr, mir die Ohren zuzuhalten. Ehe wir uns versahen tauchte vielleicht 50 Meter vor uns eine F-15 in Augenhöhe in das Tal hinein, machte einen Linksbogen und verschwand wieder. Da standen wir nun, halbtaub und völlig verdutzt. Wie gut, dass ich meinen Herzschrittmacher nicht an hatte, er wäre bestimmt stehen geblieben. Ich war mir sicher, soeben das Foto meines Lebens verpasst zu haben und wusste nicht recht, ob ich mich nun darüber ärgern sollte oder ob ich froh sein musste, vom Nachbrenner nicht erfasst worden zu sein. Ich war mir ziemlich sicher, dass der Pilot dieses Flugmanöver aus reinster Absicht geflogen war, denn weit und breit war der Father Crowley Point der einzige exponierte und gerade auch recht gut besuchte Aussichtspunkt - mit den Touristen kann man's ja machen. Letztendlich freute ich mich doch über die gelungene Showeinlage im eintrittsfreien Nationalpark; sowas kann selbst Las Vegas nicht im Original bieten.
![]() Sand in der Wüste? Wo gibt's denn sowas... (187kb) |
Der nächste Halt fand bei den Sanddünen statt. Im Gegensatz zum letzten Urlaub wagten wir uns diesmal etwas weiter aus dem Auto heraus. Dies mag auch daran gelegen haben, dass wir im Auto kein Thermometer hatten und es subjektiv diesmal nicht so heiß war wie in 2000. Sprich, uns fehlte der Respekt vor einer aufleuchtenden Anzeige mit dem Text "46°C". Jedenfalls folgten wir den wenigen anderen Touristen, die sich bis ganz dicht an die Dünen wagten. Wie warm es tatsächlich war merkten wir beim Rückweg, der immer beschwerlicher wurde. Selten hat man sich so auf eine Klimaanlage gefreut wie an diesem unwirtlichen Ort. Zum Glück war es dann auch nicht mehr weit bis zu unserem Motel, das wir um halb drei erreichten.
![]() Der Eingang zur Ranch... (256kb) |
![]() ... und unser Wohnblock (200kb). |
![]() Da fühlt man sich wohl... |
![]() ... in solch ordentlichen Zimmern. |
Seit unserem letzten Besuch hatte sich äußerlich nichts an der Ranch verändert. Wir meldeten uns gleich an der Rezeption an und freuten uns, als wir von der netten jungen Dame wie in San Francisco auch ein Zimmer gleich neben dem Zimmer von vor zweieinhalb Jahren erhielten - ich hätte doch Lotto spielen sollen bei so vielen Zufällen. Somit war das Zimmer nun spiegelverkehrt, aber das war nicht alles. Die letztmalig so bemängelte Schlichtheit und der einsetzende Zerfall des Zimmers (kaputte Mosquitoschutztüre, die aus der Verankerung gerissen war, eine 100db-Klimaanlage etc.) war dank einer neuerlichen Renovation verschwunden. Zu meinem Erstaunen waren die Möbel allesamt neuwertig, die Kühlung übernahm eine kleine, flüsterleise Anlage, die Matratzen waren nicht durchgelegen und selbst das Badezimmer war nun sehr viel komfortabler. Ja sogar HBO war im Fernsehen zu empfangen, der bekannte Kinosender ähnlich Premiere. Als Krönung und zugleich Indikator für ein ordentliches Motel hingen sogar die beiden üblichen Wandleuchten über den Betten absolut grade. Ich war angenehm überrascht.
Nachdem das Zimmer bezogen war unternahmen wir kurz nach 15 Uhr einen Ausflug nach Zabriskie Point,
Dantes View, Golden Canyon und Artists Drive ehe wir gegen 19:30 Uhr aufgrund eines ziemlich leeren Tanks zur Ranch
zurückkehrten. (Die Beschreibung dieser Ziele entnehmt bitte dem entsprechenden Artikeln)
![]() So schön kann die Wüste sein (201kb). |
![]() Der Mond ist aufgegangen... (170kb) |
![]() Mücken umschwirren einen Scheinwerfer bei 8 Sekunden Belichtungszeit (225kb). |
![]() Der Traum eines jeden Besuchers (197kb). |
![]() Palmen vor dem Golfplatz (276kb). |
![]() Das Clubhaus des Golfplatzes (216kb). |
Ich hatte von dem schönen großen Swimmingpool auf der Motelanlage berichtet, wodurch ich meine schwitzenden Leidensgenossen noch zu einem kleinen Abendrundgang über das Areal der Ranch bewegen konnte. Bei untergehender Sonne besuchten wir den erstaunlicherweise fast unbesuchten Pool, prüften die Wassertemperatur - angenehm warm - und entschieden uns, erst mal weiter zu gehen. Gleich hinter dem Swimmingpool führte uns ein kleiner Trampelpfad durch eine Hecke hindurch zu einem Palmenhain. Die riesigen in Reih und Glied gepflanzten Bäume wirkten im Abendlicht besonders schön. Dieser Ort sah sehr unbesucht aus, vermutlich hatten Touristen hier nicht viel zu suchen. Was soll's, wir waren einmal dort und erkundeten die Anlage weiter. Gleich hinter den Palmen lag der tiefstgelegene Golfplatz der Erde. Natürlich war um diese Zeit niemand mehr auf dem Grün unterwegs, und wir hatten mit Golf auch nicht viel am Hut. Dennoch konnten wir die riesige Anlage in der einsetzenden Dunkelheit vom Rand aus bewundern und ich kann mir gut vorstellen wie man sich fühlen muss, in dieser Umgebung bei brennender Sonne 18 Löcher spielen zu müssen. Zwischen den Palmen stehend konnte ich einige sehr schöne Bilder vom Sonnenuntergang und dem bereits hell scheinenden Mond machen.
Anschließend besuchten wir das Borax Museum, versorgten uns im rancheigenen General Store flott mit
Lebensmitteln für den Abend, wunderten uns, dass an der Kasse die Zwillingsschwester der Rezeptionsdame stand und
schlenderten dann zurück Richtung Zimmer am hintersten Ende der Anlage wo es gegen 22 Uhr ins Bett ging.
![]() Der General Store, das Forty Niner und der Corkscrew Saloon (234kb). |
![]() Im General Store gibt es nahezu alles (214kb). |
Am nächsten Morgen beschafften wir uns im Supermarkt um 9 Uhr erneut frische Verpflegung (Sandwiches und Honigmelonen) und betankten unser Auto an der nahegelegenen Zapfsäule ehe wir um 9:45 Uhr die Furnace Creek Ranch verließen. Ein letzter Abstecher nach Badwater sollte unseren Aufenthalt im Death Valley beenden. Dieser gestaltete sich allerdings etwas zeitaufwendiger (sh. Badwater Road), so dass wir erst um 11:15 die Fahrt zum Grand Canyon antreten konnten.
(Letzte Änderung: 19.10.2003)






















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